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J+S-Sonderbeiträge

Am 20. Mai hat der Bundesrat die rechtlichen Grundlagen verabschiedet, um Organisatoren von J+S-Angeboten (Kurse und Lager) die durch die Coronakrise entstandenen Subventionsausfälle teilweise zu decken. Von den einmaligen J+S-Sonderbeiträgen profitieren die Nutzergruppen 1, 2, 3 sowie nationale Sportverbände der Nutzergruppe 4. Ausgeschlossen von dieser Massnahme sind öffentlich-rechtliche Institutionen (Schulen, Gemeinden, Kantone) sowie Organisatoren, die im 2020 erstmalig J+S-Angebote angemeldet haben.

Aufgrund der unterschiedlichen Bedingungen für J+S-Kurse und -Lager gibt es unterschiedliche Regelungen bezüglich J+S-Sonderbeitrag:
 

Organisatoren der J+S-Nutzergruppe 3

Bedingungen: Die Organisation weist in einem Gesuch nach, dass für den Zeitraum zwischen 13. März und 31. Dezember 2020 mindestens ein J+S-Lager von mindestens 4 Tagen Dauer geplant war.

Berechnung des J+S-Sonderbeitrags: Prozentsatz auf den Beiträgen, die der Organisator für seine im 2019 abgeschlossenen J+S-Angebote erhalten hat. Wurde im Jahr 2019 kein J+S-Angebot abgeschlossen, so werden die im Jahr 2018 abgeschlossenen J+S-Angebote zur Berechnung verwendet. War das J+S-Angebot im 2020 erstmalig geplant, so wird kein J+S-Sonderbeitrag ausbezahlt. Der Prozentsatz ist für alle Organisatoren und Angebote identisch und beträgt maximal 50%. Der Prozentsatz wird Ende 2020 in Abhängigkeit der freien J+S-Mittel (nicht ausbezahlte Subventionen) festgelegt.

Beispiel 1: Verein Pfadi Y konnte 2020 wegen den Coronamassnahmen das 7-tägige J+S-Lager in den Frühlingsferien und das 4-tägige Auffahrtslager nicht durchführen. Dies weist der Verein in seinem Gesuch nach. Im Jahr 2019 schloss der Verein Pfadi Y 2 J+S-Angebote mit je 3 J+S-Lagern ab. Dafür erhielt der Verein CHF 12'350. Auf diesem Betrag wird der einmalige Sonderbeitrag berechnet. Wird dieser beispielsweise auf 30% festgelegt, dann würde der Sonderbeitrag CHF 3’705 betragen.

Beispiel 2: Verein Pfadi Z konnte 2020 wegen den Coronamassnahmen das 3-tägige Pfingstlager nicht durchführen. Alle anderen Lager konnten planmässig durchgeführt werden.
Für diesen Ausfall gibt es keinen Sonderbeitrag, weil ein 3-tägiges Pfingstlager allein die Mindestdauer von 4 Tagen nicht erfüllt.

Antrag: Der vollständig ausgefüllte und unterschriebene Antrag ist zwingend elektronisch (eingescannt, abfotografiert oder digital signiert) an info-js@baspo.admin.ch zu richten.

Das Gesuch muss bis zum 31. Oktober 2020 eingereicht werden.

Auszahlung: Die einmaligen J+S-Sonderbeiträge, welche auf Gesuch hin genehmigt sind, werden fortlaufend, spätestens jedoch gemeinsam mit der Schlusszahlung 2020 (zirka Mitte Januar 2021) ausbezahlt. 

Organisatoren der J+S-Nutzergruppen 1 und 2 sowie nationale Sportverbände der Nutzergruppe 4

Bedingungen: Im Zeitraum zwischen 13. März und 31. Dezember 2020 wurde mindestens ein J+S-Angebot durchgeführt und anschliessend ordentlich abgeschlossen.

Berechnung des J+S-Sonderbeitrags: Prozentsatz auf den Beiträgen, die der Organisator für seine im 2019 abgeschlossenen J+S-Angebote erhalten hat. Der Prozentsatz ist für alle Organisatoren und Angebote identisch und beträgt maximal 50%. Der Prozentsatz wird Ende 2020 in Abhängigkeit der freien J+S-Mittel (nicht ausbezahlte Subventionen) festgelegt.

Beispiel: Der Turnverein X hat 2019 2 J+S-Angebote mit je 5 J+S-Kursen abgeschlossen. Dafür wurden Subventionen von insgesamt CHF 19'560 ausbezahlt. Auf diesem Betrag wird der einmalige Sonderbeitrag berechnet. Wird dieser beispielsweise auf 30% festgelegt, dann würde der Sonderbeitrag CHF 5'868 betragen.

Auszahlung: Der einmalige J+S-Sonderbeitrag wird gemeinsam mit der Schlusszahlung 2020 zirka Mitte Januar 2021 ausbezahlt.

Die J+S-Coaches müssen nichts unternehmen.