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J+S-Geschichte

J+S ist die Nachfolgeorganisation des Militärischen Vorunterrichts. Der Aufbau begann 1971, nach der Genehmigung des Verfassungsartikels über Turnen und Sport durch das Schweizervolk. Waren die Angebote des Vorunterrichts auf ab 16-jährige jugendliche Männer zur körperlichen Ertüchtigung und Vorbereitung auf den Militärdienst zugeschnitten, durften bei J+S Jungen und Mädchen ab 14 Jahren teilnehmen.

2022 – 50 Jahre J+S

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2021

Aufnahme von Akrobatik, American Football, Biathlon, Light-Contact Boxing, Parkour

Mit der Verordnungsrevision werden Akrobatik, American Football, Biathlon, Light-Contact Boxing, Parkour per 1.10.21 J+S-Sportarten.

2018

Aufnahme neuer Sportarten in J+S möglich

Seit der Annahme der Motion Gmür am 5. Juni 2018 können bei J+S neue Sportarten aufgenommen werden. Nationale Verbände können die Aufnahme ihrer Sportart(en) beantragen.

2015–2022

NDS-Neubau

Der Neubau der Nationalen Datenbank Sport (NDS) startet 2015 mit der Projektinitialisierung. Der Neubau wird im November 2017 öffentlich ausgeschrieben (WTO). Im Juli 2019 beginnt der eigentliche Neubau (Realisierungsphase).

1. Oktober 2012

Revidiertes Sportförderungsgesetz in Kraft

Mit dem neuen Sportförderungsgesetz wird der J+S-Kindersport (vorher J+S-Kids) rechtlich verankert. Seither gibt es bei J+S zwei Zielgruppen: Jugendliche (10-20) und Kinder (5-10). Gleichzeitig wird eine einheitliche Ausbildungsstruktur für alle J+S-Sportarten und die neue Funktion des J+S-Nachwuchstrainers eingeführt. Das Entschädigungsmodell «Mehr Sport = mehr Unterstützung» mit Beiträgen pro Teilnehmerstunde bzw. Lagertage löst die Pauschaltentschädigung für Gross- bzw. Kleingruppen ab.

2011

Hornussen bei J+S dabei

Ab 2011 werden Kurse und Lager in der Sportart Hornussen von Jugend+Sport subventioniert.

2010

Golf und Sportschiessen bei J+S aufgenommen

Ab 2010 subventioniert J+S Angebote in den Sportarten Golf und Sportschiessen

2007

Lancierung von J+S-Kids

«J+S-Kids» - ein Projekt zur polysportiven Sportförderung in Schulen und Vereinen für Kinder von 5-10 Jahren

Nach einem Pilotprojekt im Rahmen der Sportförderungsmassnahmen und der Fussball EURO 2008 wird das Programm «J+S-Kids» 2007 für Schulen und 2008 für Vereine geöffnet. Ziel des Projekts ist die polysportive Sportförderung in Schulen und Vereinen für Kinder von 5-10 Jahren.

2012 wird der J+S-Kindersport rechtlich verankert und so entstehen bei J+S zwei Zielgruppen: Jugendliche (10-20) und Kinder (5-10). Im Rahmen der Totalrevision des Sportforderungsgesetzes ändert die Bezeichnung von «J+S-Kids» zu «J+S-Kindersport».

2003

Tchoukball wird bei J+S aufgenommen

2003 wird Tchoukball ins Angebot von Jugend+Sport aufgenommen.

2002

Baseball/Softball, Sportklettern und Streethockey bei J+S

Drei neue Sportarten werden 2002 bei J+S eingeführt: Baseball/Softball, Sportklettern und Streethockey.

1999–2002

Bau der Nationalen Datenbank J+S (NDBJS)

Von 1999 bis 2002 dauert der Bau der Nationalen Datenbank J+S (NDBJS). Sie erlaubt die zentrale Verwaltung von Personen sowie die Administration der J+S-Angebote (Kurse und Lager) und der Kaderbildung (Aus- und Weiterbildung).

1997–2002

Projekt «J+S 2000»

1997 startet das Projekt «J+S 2000». In einer ersten Phase werden die Grundlagen gesammelt, um den IST-Zustand zu analysieren. Daraus wird der Leitsatz erarbeitet, welcher bis heute gilt:

JUGEND+SPORT

  • gestaltet und fördert jugendgerechten Sport;
  • ermöglicht Jugendlichen Sport ganzheitlich zu erleben und mitzugestalten;
  • unterstützt unter pädagogischen, sozialen und gesundheitlichen Gesichtspunkten die Entwicklung und Entfaltung junger Menschen.

J+S 2000 bringt einige Neuerungen, beispielsweise die Nutzergruppen (NG), die Pauschalentschädi-gung und die Funktion des J+S-Coachs. Da die J+S-Leiterinnen und -Leiter die Garanten für gute und jugendgerechte Sportangebote sind, blieb der Aus- und Weiterbildung im Fokus. Die Leiterkategorien 1 bis 3 werden abgeschafft und eine modulare Ausbildungsstruktur mit 2-jährlicher Weiterbildungspflicht eingeführt.

Im Jahr 2000 testen Fussball (NG1), Kanusport, Skifahren/Snowboard, Skilanglauf und Skispringen (alle NG2) sowie Lagersport/Trekking (NG3) die Neuerung in der Praxis inkl. Administration in der Nationalen Datenbank für Sport (NDBJS).

Ab 2003 gelten die Änderungen für alle J+S-Sportarten.

1997

25 Jahre J+S

1997 konnte J+S auf sein 25jähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlass fanden das ganze Jahr verteilt verschiedene Anlässe und Aktionen statt. Auf Bundesebene konnte Herr Bundespräsident Arnold Koller anlässlich der Eröffnung des JUSKILA in der Lenk das J+S-Jubiläumsjahr einläuten.
Der grosse Festakt vereinigte am 23. August rund 1000 Jugendliche und zirka 500 Leiterinnen und Leiter zu einem Sport- und Spieltag. Zu den rund 400 Gästen zählten Frau Bundesrätin Ruth Dreifuss und Vertreterinnen und Vertreter von Bundes- und kantonalen Behörden, von Verbänden und viele Begründer und Pioniere von J+S.

Frau Bundesrätin Ruth Dreifuss stellte ihre Rede unter das Motto J+S = Jugend + Sport, aber auch "Joy + Spirit". Sie äusserte sich folgendermassen über die Jugend+Sport künftige Entwicklung von Jugend + Sport:

  • Erstens muss J+S ein Pfeiler der Jugendkultur in der Schweiz bleiben, der nie erstarrt, aber auch nie abgeschlossen ist. In der Tat, als integrierender Bestandteil einer lebendigen Kultur muss er immer in Bewegung und in ständiger Entwicklung bleiben. Aber er muss die Mittel dazu haben.
  • Zweitens erwarte ich von J+S die Propagierung eines Qualitätssportes, der zur Entfaltung der Jungen beiträgt, insbesondere was ihr soziales Leben und ihre Gesundheit anbelangt. Ich denke, dass J+S in der Zukunft den Jungen sowohl Aktivitäten für eine sportliche Freizeit als auch im Spitzensport vorschlagen wird. J+S wird auch die Mittel haben müssen, um seinen Teil der Verantwortung für sein Engagement zu übernehmen.
  • Drittens bleibt die Qualität der J+S-Leiterinnen und -Leiter ein entscheidendes Element in der Entwicklung von J+S. Es ist dies sowohl ein Problem der persönlichen Motivation als auch der Vielfalt der Rekrutierung, aber auch der Selektion und der Ausbildung. Es ist schlussendlich ein Problem, das vom Wert abhängt, den unsere Gesellschaft dem Sport beimisst.
  • Viertens bin ich überzeugt davon, dass es J+S gelingen wird, die Zukunft zu bewegen, wenn es weiterhin den Sport unter das Zeichen stellt, das ich als «Joy and Spirit» bezeichne.

1997

Einführung von Karate, Rollsport und Schwingen

1997 beginnt die Einführung von Karate und Rollsport. Schwingen wird integrierter Bestandteil des Sportfaches Nationalturnen.

1996

Pferdesport wird eingeführt

Die ersten Sportfachkurse Pferdesport finden 1996 statt.

1995

Abschaffung der J+S-Ausdauerprüfungen

Aus Spargründen werden die Ausdauerprüfungen per 1.1.1995 abgeschafft.

1994

J+S offen für Jugendliche ab 10 Jahren

Die vom Parlament beschlossene die Senkung des J+S-Alters von 14 auf 10 Jahre tritt 1. Juli 1994 in Kraft. Weil die Senkung kostenneutral umgesetzt werden muss, verzichtet J+S auf die Militärversicherung und die Pauschalfrankatur. Zudem werden die Ausdauerprüfungen der Schulen nicht mehr subventioniert.

Triathlon bei Jugend+Sport dabei

Ab 1994 können Jugendliche und Kinder von J+S-Angeboten im Triathlon profitieren.

Turnen und Fitness wird aufgeteilt in 2 separate Sportfächer Turnen und Polysport.

Die Anwendung JUSPO für die Kursadministration und die Verwaltung von Kader- und Leiterdateien wird operativ.

1992 – 20 Jahre J+S

Rugby und Squash bei Jugend+Sport eingeführt

Ab 1992 finden auch Rugby- und Squash-Angebote für Jugendliche im Rahmen von J+S statt.

Die Institution J+S wird 20 Jahre alt. Am Jubiläumsanlass in Magglingen referiert unter anderem Bundesrat Flavio Cotti.

1991

Snowboard stösst zu J+S

J+S folgt dem Trend und nimmt 1991 Snowboard ins Programm auf – vorerst als Fachrichtung von Skifahren. Fitnesstraining wird in «Turnen und Fitness» umbenannt, bevor es 1994 die Bezeichnung «Turnen» erhält.

Die Eidgenössische Sportschule Magglingen (ESSM) beantragt beim Departement des Innern (EDI), das Mindestalter für die Teilnahme bei J+S von 14 auf 10 Jahre zu senken. Im gleichen Jahr startet die Erarbeitung der Applikation JUSPO für die Kursadministration und die Verwaltung von Kader- und Leiterdateien.

1990

Neue Sportart Lagersport bei J+S

Lagersport wird eigenes Sportfach zusätzlich zu Wandern und Geländesport.

1989

Curling, Segeln, Unihockey und Windsurfen neu bei Jugend+Sport

1989 werden die Sportarten Curling, Segeln und Windsurfen bei Jugend+Sport eingeführt. Unihockey wird eine Fachrichtung der Sportart Landhockey.

Als Alternative zu Wandern und Geländesport startet das neu konzipierte Fach «Lagersport» in eine Versuchsphase.

1988

Neue Fachrichtungen bei J+S: Kunstradfahren, Radball und Flosssenschwimmen

Sporttauchen wird als Fachrichtung «Flossenschwimmen» in Schwimmen integriert.

Radsport erhält zwei neue Fachrichtungen: Kunstradfahren und Radball.

Die Eidgenössische Sportschule Magglingen (ESSM) prüft 15 Anträge von Verbänden und beantragt beim EDI die Einführung von Curling, Segeln und Windsurfen als J+S-Sportarten.

1987

Ju-Jitsu bei J+S dabei

Ju-Jitsu wird als Fachrichtung von Judo eingeführt.

1983

J+S wechselt vom EMD ins EDI

Die Eidgenössische Turn- und Sportschule (ETS), welche das Programm J+S führt, wechselt vom Eidgenössischen Militärdepartement (EMD, heute VBS) ins Eidgenössische Departement des Innern (EDI).

1982

6 neue Sportarten bei J+S: Eislauf, Fechten, Landhockey, Ringen, Skispringen und Sporttauchen

Gleich sechs neue Sportarten führt J+S 1982 ein. Die frisch ausgebildeten Leiterinnen und Leiter unter-richten unter dem Qualitätslabel J+S im Eislauf, Landhockey, Ringen, Skispringen und Sporttauchen.

1980

Nationalturnen und Tischtennis in J+S lanciert

1980 finden erstmals J+S-Kurse in den Sportarten Nationalturnen und Tischtennis statt.

Geräteturnen/Kunstturnen wird umstrukturiert in vier Fachrichtungen Geräteturnen, Kunstturnen Mädchen, Kunstturnen Jünglinge und Trampolinturnen.

Wasserspringen kommt als weitere Fachrichtung in Sportfach Schwimmen dazu.

1979

Badminton bei J+S dabei

Seit 1979 wird im Rahmen von J+S Badminton gespielt. Kunstschwimmen wird Fachrichtung in der Sportart Schwimmen.

1977

Judo wird bei Jugend+Sport eingeführt

Erstmals können Vereine und Schulen das Judotraining im Rahmen von J+S durchführen.

1976

J+S lanciert Gymnastik und Tanz, Radsport und Rudern

1976 sind auch die Sportarten Gymnastik und Tanz, Radsport und Rudern bereit, um Kurse im Rahmen von J+S anzubieten.

1975

Eishockey wird bei J+S eingeführt

In der Wintersaison 1975/76 können Jugendliche erstmals von Angeboten in der Sportart Eishockey im Rahmen von Jugend+Sport profitieren.

1974

Wasserball bei J+S dabei

Wasserball wird Fachrichtung in die Sportart Schwimmen.

1972

Jugend+Sport startet mit 18 Sportarten

Zu den «Pionieren» von Jugend+Sport gehören: Basketball, Bergsteigen, Fussball, Fitnesstraining, Geräteturnen/Kunstturnen, Handball, Kanu, Leichtathletik, Orientierungslauf, Schwimmen, Skifahren, Skilanglauf, Skitouren, Tennis, Volleyball, Wandern und Geländesport (ab 2002 Lagersport/Trekking). Geräteturnen/Kunstturnen und Fitnesstraining werden zu Beginn geschlechtergetrennt angeboten und zählen jeweils als zwei Sportarten.

17. März 1972

Start von Jugend+Sport durch Annahme des Bundesgesetzes

Startschuss für die Institution «Jugend+Sport» (J+S) ist die Annahme des Bundesgesetzes über die Förderung von Turnen und Sport. Mit dem Programm für Knaben und Mädchen von 14-20 Jahren werden sportliche Aktivitäten und Ausbildungen in vorerst 18 Sportfächern gefördert und unterstützt. Der einst – nur für Knaben zugängliche – militärische (1874), turnerische (1907) und schliesslich turnerisch-sportliche Vorunterricht (bis in die 60er des 20. Jahrhunderts) wird damit definitiv abgelöst.


Jugend+Sport Bundesamt für Sport BASPO
Hauptstrasse 247
CH-2532 Magglingen
Tel.
+41 58 463 00 66

E-Mail

Jugend+Sport

Bundesamt für Sport BASPO
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