Zunahme der Beschäftigung im 2. Quartal 2026
Neuchâtel, 27.08.2026 — Im 2. Quartal 2026 ist die Gesamtbeschäftigung (ohne Landwirtschaft) in der Schweiz im Jahresvergleich um 2,0% Stellen (saisonbereinigt zum Vorquartal +0,5%) gestiegen. Die Unternehmen meldeten im gleichen Zeitraum 2,7% mehr offene Stellen als noch ein Jahr zuvor. Die Schwierigkeiten, Fachpersonen zu rekrutieren, haben gegenüber dem Vorquartal zugenommen und die Beschäftigungsaussichten sind positiv. Dies geht aus den neuen Zahlen des Bundesamtes für Statistik BFS hervor.
Die Unternehmen in der Schweiz wiesen im 2. Quartal 2026 5,698 Millionen Beschäftigte aus. Dies entspricht einer Zunahme von 111 800 Stellen (+2,0%) innert Jahresfrist. Der Frauenanteil lag bei 46,5%. Ende 2. Quartal 2026 arbeiteten 2,388 Millionen Beschäftigte Teilzeit (Frauenanteil 68,2%). Auf Vollzeitstellen gerechnet, erreichte das Beschäftigungsvolumen 4,435 Millionen Stellen (Frauenanteil 40,5%). Das sind 82 700 Vollzeitäquivalente mehr als vor einem Jahr (+1,9%).
Die Beschäftigung im zweiten Sektor (Industrie und Baugewerbe) hat im 2. Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13 100 Stellen (+1,2%) auf 1,148 Millionen Beschäftigte zugenommen. Der dritte Sektor (Dienstleistungen) wies in der gleichen Zeitspanne 98 700 Stellen (+2,2%) mehr aus und erreichte ein Volumen von 4,550 Millionen Beschäftigten.
Kurzfristige Entwicklung positiv
Im Vergleich zum Vorquartal wuchs der Personalbestand in den Unternehmen im 2. Quartal 2026 saisonbereinigt um 30 700 Stellen (+0,5%) an. Damit hat der Beschäftigungsstand innerhalb eines Quartals im zweiten Sektor um 3000 Stellen zugenommen (+0,3%), im dritten Sektor um 29 400 Stellen (+0,6%).
Zahl der offenen Stellen nimmt zu
Die Unternehmen meldeten im 2. Quartal 2026 insgesamt 98 700 offene Stellen. Im Vergleich zu vor einem Jahr ist dies ein Plus von 2600 Stellen (+2,7%). Im zweiten Sektor wurden mehr offene Stellen (+21,8%) gezählt, im dritten Sektor (–2,4%) weniger. Gemessen an allen Stellen entsprach die Quote im Total 1,7% im zweiten Sektor 2,1% und im dritten Sektor 1,6%.
Fachkräfte zu finden bleibt schwierig
Gewichtet nach der Anzahl der Beschäftigten meldeten im 2. Quartal 2026 33,9% der Unternehmen Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von qualifizierten Arbeitskräften. Dies ist eine Zunahme von 0,4 Prozentpunkten gegenüber dem Vorquartal. Sowohl für den zweiten als auch für den dritten Sektor hat sich dabei die Lage verschärft (+0,7 bzw. +0,4 Prozentpunkte).
Optimistische Beschäftigungsaussichten
Der Anteil der Unternehmen, die kurzfristig eine Erhöhung der Belegschaft planen, lag im 2. Quartal 2026 bei 11,3% (11,0% im Vorquartal) der Gesamtbeschäftigung, und jener, die einen Abbau beabsichtigen, bei 3,9% (4,8% im Vorquartal). Der Indikator der Beschäftigungsaussichten ist gegenüber dem Vorquartal gestiegen (1,04; +0,6%).
Diese Medienmitteilung und weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Website des BFS.
