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MedienmitteilungVeröffentlicht am 1. April 2026

Schweizerische Exportrisikoversicherung mit stabilem Jahresergebnis und erhöhter Nachfrage

Bern, 01.04.2026 — Der Bundesrat hat am 1. April 2026 den Geschäftsbericht 2025 der Schweizerischen Exportrisikoversicherung SERV genehmigt. Mit über 4,3 Milliarden Franken verzeichnete sie ein deutlich höheres Neugeschäft als im Vorjahr. Da auch künftig mit einer erhöhten Nachfrage gerechnet wird, erhöht der Bundesrat den Verpflichtungsrahmen der SERV von 14 auf 16 Milliarden Franken. Mit 27,3 Millionen Franken erzielte die SERV zudem erneut ein positives Jahresergebnis.

Die SERV genehmigte 2025 insgesamt 588 Versicherungsanträge und bewegte sich damit auf dem Niveau des Vorjahres. Das Volumen der neu zugesagten Geschäfte (Neuexposure) stieg jedoch deutlich auf rund 4,3 Milliarden Franken. Der Anstieg ist einerseits auf einzelne Grossprojekte zurückzuführen, andererseits auf den erhöhten Absicherungsbedarf der Exportwirtschaft im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld. Der Gesamtexposurebestand erhöhte sich bis Ende 2025 auf knapp 11,4 Milliarden Franken (+15 % gegenüber dem Vorjahr). Das grösste Länderengagement bestand weiterhin in der Türkei mit gut 1,4 Milliarden Franken. Nach Branchen entfiel der grösste Anteil wie in den Vorjahren auf den Maschinenbau mit gut 2,3 Milliarden Franken.

Mit 27,3 Millionen Franken erzielte die SERV erneut ein positives Jahresergebnis. Ihr Kapital betrug per Ende 2025 gut 3 Milliarden Franken. Damit verfügt sie über eine solide Basis, um ihren gesetzlichen Auftrag zur Förderung der schweizerischen Exportwirtschaft auch in einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld wahrzunehmen.

Erhöhung des Verpflichtungsrahmens

Mit dem Verpflichtungsrahmen legt der Bundesrat den maximalen Umfang der Versicherungsverpflichtungen der SERV fest. Dieser liegt aktuell bei 14 Milliarden Franken und war per Ende 2025 zu über 81 Prozent ausgeschöpft. Angesichts des unsicheren Umfelds für die Exporteure ist mit einer steigenden Nachfrage nach Versicherungen durch die SERV zu rechnen. Gleichzeitig dürfte das erfolgreiche Grossprojekte-Mandat der Schweizer Exportwirtschaft zusätzliche Möglichkeiten eröffnen. Der Bundesrat beschloss deshalb, den Verpflichtungsrahmen auf 16 Milliarden Franken zu erhöhen. Damit kann die SERV die Schweizer Exportwirtschaft weiterhin optimal unterstützen. Die SERV arbeitet eigenwirtschaftlich, ihre solide Kapitalausstattung erlaubt eine Erhöhung des Verpflichtungsrahmens. Für den Bundeshaushalt entstehen keine finanziellen Auswirkungen.

Stark aufgestellt für die Zukunft

Um die Bedürfnisse der Schweizer Exporteure auch künftig wirksam erfüllen und weiterhin effizient zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit von Schweizer Exporteuren beitragen zu können, hatte der Bundesrat im Oktober 2025 beschlossen, eine Teilrevision des Exportrisikoversicherungsgesetzes (SERVG) in Auftrag zu geben. Die Vernehmlassung ist für 2026 vorgesehen.

Zudem hat die SERV Anfang 2026 vom SECO die Federführung für das Mandat für Grossinfrastrukturprojekte (GIP-Mandat) übernommen. Damit wird sie zur zentralen Kontakt- und Koordinationsstelle für das «Team Switzerland Infrastructure». 2025 unterstützte sie fünf Grossinfrastrukturprojekte mit einem Gesamtauftragswert von über 503 Millionen Franken. Daran beteiligten sich 47 Schweizer Unterlieferanten.

Geschäftsbericht 2025 abrufbar unter: www.serv-ch.com/gb (oder für die französische Version: www.serv-ch.com/rapport