Zyklon Gezani in Madagaskar: Die Schweiz schickt ein Expertenteam und Material
Bern, 13.02.2026 — Angesichts der kritischen humanitären Lage, die der Zyklon Gezani in Madagaskar verursacht hat, schickt die Schweiz ein Team von acht Expertinnen und Experten des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe sowie Material. Der grosse Inselstaat wurde bereits zum zweiten Mal innerhalb zweier Wochen von einem Zyklon heimgesucht.
Der tropische Wirbelsturm Gezani verursachte an der Ostküste Madagaskars im Bezirk Toamasina II mit heftigen Windböen schwere Schäden. Dazu kamen starke Regenfälle, die zu grossflächigen Überschwemmungen führten. Die Bevölkerung Madagaskars erholte sich allmählich von den Folgen des letzten Wirbelsturms, der vor rund zehn Tagen über die Insel hinweggefegt war.
Expertenteam und Material
In Anbetracht des Ausmasses der Katastrophe und der grossen Not haben die Behörden des Landes einen internationalen Hilfsappell lanciert. Das EDA bot der madagassischen Regierung sofort seine Unterstützung an, die angenommen wurde. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) wird ein Team von acht Expertinnen und Experten des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe entsenden. Dabei handelt es sich vor allem um Fachpersonen für Wasser, sanitäre Versorgung und Hygiene, die am Samstag nach Madagaskar aufbrechen werden. Das Team wird eng mit den madagassischen Behörden und den vor Ort tätigen Organisationen zusammenarbeiten. Ziel wird es sein, den dringend benötigten Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen zu decken und Gesundheitsrisiken zu verhindern.
Die DEZA bereitet ausserdem eine Lieferung von über zwei Tonnen Material vor. Die Ladung soll noch heute Freitag verschickt werden und umfasst zwei Module, die jeweils 5000 Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgen können, sowie Brunnenreinigungssets. Darüber hinaus plant die DEZA eine finanzielle Unterstützung für Nothilfemassnahmen von Partnerorganisationen. Insgesamt ist ein Höchstbetrag von einer Million Franken vorgesehen.
Auch Mosambik bedroht
Der Zyklon Gezani bewegt sich auf die Küste Mosambiks zu, wo in den letzten Wochen bereits mehrere Unwetter gewütet haben. Das Land erlebte die schlimmsten Überschwemmungen seit zwei Jahrzehnten. Die DEZA stellte eine Million Franken zugunsten des Welternährungsprogramms bereit, um den Bedarf an Nahrungsmitteln und Logistik in Mosambik zu decken.
