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MedienmitteilungVeröffentlicht am 8. September 2026

Schweizer Marktbranchen im 2. Quartal: Umsatz und Beschäftigung gestiegen

Neuchâtel, 08.09.2026 — Die marktorientierten Branchen der Schweizer Wirtschaft zeigen haben im 2. Quartal 2026 ein einheitliches Bild gezeigt: Die Umsätze gingen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 5,3% nach oben und die Beschäftigung stieg in denselben Branchen um 2,0% (Gesamtbeschäftigung +2,0%).

Im sekundären Sektor (Industrie und Baugewerbe) wuchsen die Umsätze leicht an (+0,4%) und auch die Beschäftigung stieg (+1,2%). Die Marktbranchen im tertiären Sektor (Dienstleistungen) gaben einen Umsatzanstieg von 8,5% bekannt. Bei der Beschäftigung resultierte im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme von 2,4%.

Sekundärer Sektor

Während die Industrie im 2. Quartal 2026 ein leichtes Umsatzminus von 0,3% hinnehmen musste, stieg die Beschäftigung in deren Branchen um 0,9%. Das Baugewerbe konnte hingegen seine Umsätze (+3,1%) und seine Beschäftigtenanzahl steigern (+1,7%). In der Summe ergab dies für den sekundären Sektor im 2. Quartal 2026 einen Zuwachs des Umsatzes von 0,4% und ein Beschäftigungsanstieg von 1,2%.

Tertiärer Sektor

Im 2. Quartal 2026 verzeichneten die Marktbranchen des tertiären Sektors ausnahmslos Umsatzanstiege. Mit Abstand am stärksten stiegen dabei jene des Handels (+12,2%).

Bei der Beschäftigung hingegen waren die beiden Wirtschaftsabschnitte «Information und Kommunikation» (−3,1%) und «Handel» (−0,2%) von Rückgängen betroffen. Die grössten Beschäftigungszuwächse waren beim Wirtschaftsabschnitt «Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen» (+10,5%) zu beobachten.

Im Detailhandel stiegen die Umsätze im 2. Quartal 2026 um 1,1% und die Beschäftigung um 0,3%.

Fokusthema: Energieversorgung

Die Energieversorgung (NOGA 35) umfasst die leitungsgebundene Versorgung mit Elektrizität, Gas und Wärme und zählt zur Industrie, also zum sekundären Sektor. Die Daten zur Produktion und zum Verbrauch stammen vom Bundesamt für Energie (BFE) [BFE Publikationen].

In den letzten zehn Jahren hat sich die Energieversorgung anders entwickelt als der sekundäre Sektor insgesamt. Zwischen dem 2. Quartal 2016 und dem 2. Quartal 2026 stieg die vollzeitäquivalente Beschäftigung um 27,1% und damit weit stärker als im sekundären Sektor (+6,0%); allein seit 2021 betrug die Zunahme 20,8% (sekundärer Sektor: +5,4%). Die reale Produktion ging im selben Zehnjahreszeitraum jedoch um 10,2% zurück, während sie im sekundären Sektor um 35,4% zunahm. Der nominale Umsatz legte demgegenüber um 35,5% zu (sekundärer Sektor: +35,3%), seit 2021 sogar um 41,6% (+19,0%). Die Umsatzentwicklung der Energieversorgung wurde damit massgeblich von den Preisen und weniger von der abgesetzten Menge getragen.

Im Vorjahresvergleich trübt sich das Bild ein wenig: Die vollzeitäquivalente Beschäftigung nahm zwar gegenüber dem 2. Quartal 2025 weiterhin zu (+2,4% gegenüber +1,2% im sekundären Sektor), Produktion (−2,0%) und Umsatz (−8,7%) waren jedoch rückläufig – dies im Gegensatz zum sekundären Sektor, der bei der Produktion um 5,1% zulegte und beim Umsatz stabil blieb (+0,4%). Gegenüber dem Vorquartal (1. Quartal 2026) zeigt sich hingegen eine Erholung: Saisonbereinigt nahmen Produktion (+4,5%) und Umsatz (+1,9%) wieder zu, blieben damit aber hinter dem sekundären Sektor zurück (+7,7% bzw. +4,1%). Die vollzeitäquivalente Beschäftigung ging leicht zurück (−0,3%), während sie im sekundären Sektor leicht zunahm (+0,3%).

Diese Medienmitteilung und weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Website des BFS.