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MedienmitteilungVeröffentlicht am 1. April 2026

Dreiervorschlag für die Nachfolge des Schweizer Richters am EGMR

Bern, 01.04.2026 — Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 1. April 2026 entschieden, dem Europarat eine Dreierliste von Kandidatinnen und Kandidaten für die Nachfolge von Andreas Zünd, Schweizer Richter am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Strassburg, vorzuschlagen. Es handelt sich um Jeanine de Vries Reilingh, Richterin am Kantonsgericht Neuenburg, Julia Hänni, Bundesrichterin und Giuseppe Muschietti, Bundesrichter.

Die Amtszeit des Schweizer Richters am EGMR, Andreas Zünd, endet am 8. Februar 2027. Aus der Dreierliste, die der Bundesrat dem Europarat bis zum 10. Mai 2026 zu unterbreiten hat, wird die Parlamentarische Versammlung des Europarats voraussichtlich im Januar 2027 in geheimer Wahl die Nachfolgerin oder den Nachfolger von Andreas Zünd wählen.

Der EGMR überwacht die Einhaltung der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) durch die Mitgliedsstaaten und entscheidet über Beschwerden wegen Verletzungen der Konvention. Er setzt sich aus je einer Richterin oder einem Richter aus jedem der 46 Mitgliedstaaten zusammen. Die Amtszeit der Richter beträgt neun Jahre ohne die Möglichkeit einer Wiederwahl.