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MedienmitteilungVeröffentlicht am 16. Oktober 2026

Die Schweiz am informellen EU-Ministertreffen für Bildung in Irland

Bern, 16.10.2026 — Silvia Studinger, Vizedirektorin und Leiterin der Abteilung Hochschulen und Allgemeinbildung des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation, hat am 15. und 16. Oktober 2026 am informellen Treffen der Bildungsminister der EU-Mitgliedsländer teilgenommen. Am Anlass in Dublin (Irland) standen Strategien zur Stärkung der Grundkompetenzen und zur effektiven Prognose von zukünftig wichtigen Kompetenzen im Vordergrund.

Grundkompetenzen (Lesen & Schreiben, mündliche Ausdrucksfähigkeit, Mathematik & Naturwissenschaften und digitale Kompetenzen) sind eine zentrale Voraussetzung für die gesellschaftliche, kulturelle, wirtschaftliche und politische Partizipation. Sie sind zugleich die Grundlage für die Fähigkeit, sich ein Leben lang weiterzubilden und somit den rapiden technologischen, gesellschaftlichen und arbeitsweltlichen Änderungen anzupassen. Im europäischen Raum haben zahlreiche Länder seit Jahrzehnten mit einem Rückgang der Grundkompetenzen bei Lernenden zu kämpfen. Ihrer verstärkten und nachhaltigen Förderung im Rahmen der Bildungspolitiken der einzelnen Länder kommt deshalb eine grosse Bedeutung zu. Gleichzeitig werden die laufende Identifizierung und Vorausplanung des sich abzeichnenden Bedarfs von weiteren transversalen und fachlichen Kompetenzen wichtiger.

Anlässlich des Treffens tauschten sich die Teilnehmenden über Herausforderungen und wirksame politische Ansätze aus, um die Grundkompetenzen und die Prognosekapazität von Bildungssystemen zu fördern. Die Ländervertreterinnen und -vertreter haben zudem darüber beraten, wie eine verstärkte europäische Kooperation die entsprechenden Politiken der Länder unterstützen kann. Silvia Studinger betonte die hohe Priorität, die der Förderung der Grundkompetenzen in der Schweizer Bildungspolitik zukommt. Sie verwies auf die besondere Rolle, welche die arbeitsmarktnahe Berufsbildung und die Autonomie der Institutionen spielen, um ein anpassungsfähiges, integratives und durchlässiges Bildungssystem zu gewährleisten. Dabei unterstrich sie auch die Bereitschaft der Schweiz zum Austausch von guten Praktiken und zur Kooperation mit anderen Ländern bei diesen gemeinsamen bildungspolitischen Herausforderungen. Studinger nutzte das Treffen ausserdem, um sich mit europäischen Amtskolleginnen und -kollegen über weitere aktuelle bildungspolitische Fragen informell auszutauschen.