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MedienmitteilungVeröffentlicht am 13. Mai 2026

Studie zeigt Auswirkungen einer Bevölkerungsbegrenzung

Bern, 13.05.2026 — Die Begrenzung der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz auf 10 Millionen Menschen hätte weitreichende Folgen für Wirtschaft, Sozialversicherungen und die bilateralen Beziehungen zur EU. Zu diesem Schluss kommt eine externe Studie, welche das Staatssekretariat für Migration (SEM) im Rahmen der Erfüllung zweier parlamentarischer Vorstösse in Auftrag gegeben hat und über die sich der Bundesrat am 13. Mai 2026 informieren liess.

Die Studie wurde am 8. Mai fertiggestellt und analysiert im Auftrag des SEM die voraussichtlichen Folgen einer Begrenzung der Bevölkerung in der Schweiz auf 10 Millionen Menschen. Sie kombiniert dabei bestehende Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung mit möglichen Beschränkungsszenarien und modelliert deren Auswirkungen.

Auftrag aus dem Parlament

Die Studie erfüllt zwei parlamentarische Vorstösse: das Postulat Broulis (24.4038) mit Fokus auf Altersstruktur, Wirtschaft sowie Vorsorge- und Gesundheitssysteme und das Postulat Binder-Keller (25.4276), das eine umfassende Kosten-Nutzen-Analyse der Arbeitsmigration mit einer Perspektive bis ins Jahr 2100 verlangt. Die Studie wurde von einer bundesinternen Begleitgruppe unter Federführung des SEM mit Beteiligung des EDA, EDI und WBF eng begleitet und verabschiedet.

Die Ergebnisse der Studie können für den Meinungsbildungsprozess zur Abstimmung über die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)» von Interesse sein. Im Sinne der Transparenz wurde entschieden, die Studie umgehend zu publizieren und nicht bis zur Verabschiedung des entsprechenden Postulatsberichts zuzuwarten.


Hohe Kosten und wenig Entlastung

Die Studie zeigt, dass eine Begrenzung der Bevölkerung auf 10 Millionen in der Gesamtbilanz mit erheblichen volkswirtschaftlichen und sozialpolitischen Kosten verbunden wäre. Zwar führt eine Begrenzung zu entlastenden Effekten — insbesondere beim Wohnungsmarkt, bei der Infrastruktur und der Umwelt sowie bei einzelnen bedarfsabhängigen Sozialleistungen wie Ergänzungsleistungen und Sozialhilfe. Diese Entlastungen sind jedoch in ihrer Grössenordnung deutlich geringer als die identifizierten Kosten.

Die fiskalischen Kosten sind substanziell: Das AHV-Umlageergebnis verschlechtert sich über Jahrzehnte um mehrere Milliarden Franken pro Jahr, die Steuereinnahmen sinken stärker als die Ausgaben, und der Anteil der Gesundheitskosten am Volkseinkommen steigt stärker als ohne Begrenzung. Herausforderungen wie die demografische Alterung, Fachkräftemangel, steigende Gesundheitskosten würden sich gemäss der Studie noch verschärfen.

Die Studie beschreibt Szenarien, sie liefert keine Prognosen oder Schätzungen. Die konkreten Auswirkungen einer Begrenzung der Bevölkerungszahl hängen massgeblich von deren Ausgestaltung ab. Die quantitativen Ergebnisse der Studie sind für den langfristigen Horizont mit erheblichen Unsicherheiten behaftet.

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