Radsport

Die Sportart Radsport besteht aus zahlreichen Disziplinen. Der Radsport im Allgemeinen ist seit 1975, Kunstradfahren/Radball seit 1989 und Mountainbike seit 1993 bei Jugend+Sport dabei.

Was die Sportlerinnen und Sportler auf dem Zweirad an ihre physischen Grenzen treibt, fasziniert die Zuschauer: Radprofis in rasanten Abfahrten oder verwegene Ritte über Stock und Stein von Mountainbikern, BMX-Fahrer mit beinahe endlosen Sprüngen oder die Dynamik der Querfeldeinfahrer, die akrobatisch fast jedes Gelände bewältigen.

Auch die Eleganz und Stärke der Bahnfahrer sind zu bewundern. Die Akrobaten des Radsports begeistern im Trial und Radball mit ihrer Geschicklichkeit und Kraft. Schliesslich vereinen die Kunstradfahrer in ihrer Disziplin Anmut, Eloquenz und Koordination.

Der Radsport lebt von der Vielseitigkeit und von den grossen Herausforderungen an die körperliche Leistungsfähigkeit.

Bahnradfahrer in der Kurve, Foto: BASPO / Ulrich Känzig
Foto: BASPO / Ulrich Känzig

Im Bahnradsport existieren mehr als 12 verschiedene Disziplinen, vom 15 Sekunden dauernden Sprint bis zum mehrstündigen Rennen, die auch in die Sechstagerennen integriert werden. Die Anforderungen sind entsprechend unterschiedlich und reichen von der Schnellkraft bis zur Schnelligkeitsausdauer, gepaart mit ausgezeichneten taktischen Fähigkeiten.

Mit den Bahnen in Genf und Aigle war die Westschweiz die Hochburg des Bahnsports. Neuerdings wird auch bei Swiss Cycling in Grenchen regelmässig auf der Bahn trainiert. Das Bahntraining liefert gute Grundlagen für andere Radsportdisziplinen.

BMX-Fahrer im Sprung, Foto: BASPO
Foto: BASPO

Diese schnelle Sportart findet auf künstlichen Bahnen statt, die aus Steilwandkurven, Sprüngen und flachen Passagen bestehen. Neben den hohen physischen Anforderungen sind auch die psychischen, taktischen und emotionalen Kompetenzen gefordert.

Gefahren wird in Gruppen, von denen jeweils die erste Hälfte der Klassierten im Cupsystem weiterkommt. Dies zwingt die Fahrer, in jeder Runde mit höchster Konzentration und möglichst fehlerfrei zu fahren.

BMX ist dank seiner spielerischen Komponente auch eine wichtige Grundlage für die Ausbildung der jungen Radsportlerinnen und Radsportler. Einige der weltbesten Sprinter und Bahnfahrer haben ihr Rüstzeug auf der BMX-Piste erlangt. 

Kunstradfahrerin steht auf Lenker, Foto: BASPO
Foto: BASPO

Diese artistisch geprägte Sportart erfordert ein Höchstmass an Balance, innerer Ruhe und Selbstbeherrschung. Eine unglaubliche Anzahl Variationen ist auf einem Kunstfahrrad möglich.

Ein Kunstfahrrad ist ein möglichst leicht gebautes Rad mit fast senkrechter Vorderradgabel, die es erlaubt, den Schwerpunkt weit nach hinten zu verlagern. Im Einer- oder Zweierkunstrad sind es die akrobatischen Kunststücke, die diese Sportart ausmachen. Im Mannschaftsfahren werden vorwiegend Kunststücke in synchroner Form auf dem Hinterrad gezeigt.

Mountainbiker bei der Abfahrt, Foto: BASPO / Ulrich Känzig
Foto: BASPO / Ulrich Känzig

Mountainbiker sind meist sehr naturverbunden und geniessen die Fahrten abseits des Verkehrs. Die Wettkämpfer stellen sich hohen fahrtechnischen und physischen Anforderungen, die von einer Stunde bei Cross-Country-Rennen bis zu zehn Stunden bei Long-Distance-Rennen dauern.

Die Auseinandersetzung mit dem natürlichen Untergrund spricht insbesondere die Jüngsten an und ist eine ideale Grundausbildung für andere Radsportarten.

Im MTB Sport kommen Komponenten wie Grundlagenausdauer, kritisches Dauerleistungsvermögen, Schnelligkeitsausdauer, Antritts- und Schnellkraft sowie die koordinativen, technischen Komponenten besonders zum Tragen. Diese Ausbildung ist die Grundlage der Wettkampfdisziplinen Cross Country, Downhill und Four-Cross.

Quer-Radfahrer trägt sein Bike durch den Schlamm, Foto: BASPO
Foto: BASPO

Radquerrennen dauern in den Elitekategorien eine Stunde. Während dieser Zeit wird am Limit gefahren, was den Fahrern ausgezeichnete konditionelle und fahrtechnische Voraussetzungen abverlangt.

Radquerfahrer sind absolute Steuerkünstler und beherrschen den Wechsel zwischen Fahren und Laufen perfekt. Für junge Radsportler bietet diese Sportart eine ausgezeichnete Ergänzung zum Strassen-, Bahn- oder Mountainbikesport.

Radballspieler in der Halle, Foto: BASPO
Foto: BASPO

Radball ist der Sport mit der kleinsten Mannschaft: Im Zweierteam trägt jeder Spieler 50% der Verantwortung. Die Teams bleiben teilweise über viele Jahre zusammen und verstehen sich «blind». 

Radball ist ein Sport mit Dynamik, hohen technischen Anforderungen, Taktik, Spiel und Spielfreude. Der Sattel ist viel weiter nach hinten versetzt als bei einem normalen Fahrrad.

Strassenradfahrer, Foto: BASPO
Foto: BASPO

Vom Einzel- und Mannschaftszeitfahren über Eintages- und Sprintrennen bis hin zu grossen Landesrundfahrten bietet dieser Sport alles, was die Massen an die Strassen zieht.

Die Sportler müssen nicht nur taktische und physische Fähigkeiten mitbringen. Auch Disziplin und Teamfähigkeit sind nötig, um Rennen zu gewinnen.

Nur wenn junge Sportler ein möglichst vielfältiges Training auf dem Velo erleben, sind sie optimal auf, die bevorstehenden Wettkämpfe vorbereitet.

Trial-Fahrer beim Trick über einen Kasten, Foto: BASPO
Foto: BASPO

Trialfahrer sind Akrobaten auf dem Fahrrad. Das Fahrrad gleicht einem sehr kleinen Mountainbike oder einem BMX ohne Sattel. Die breiten Pneus und der kleine Rahmen erlauben Kunststücke, die am Rande der physikalischen Möglichkeiten liegen.

Die Athleten springen mit ihrem Fahrrad auf ein Autodach oder vier Meter in die Tiefe, ohne dabei die Kontrolle über das Sportgerät zu verlieren.

Die Sportler benötigen viel Mut, Technik und Kondition, um den hohen Anforderungen auch nach längerer Wettkampfdauer noch zu genügen.

Jedes Abstellen eines Fusses auf dem Boden wird mit einem Strafpunkt gewertet. Gewinner eines Wettkampfs ist also der Fahrer mit der geringsten Punktzahl.

Handbikefahrer, Foto: BASPO
Foto: BASPO

Das Handbike entspricht einem mit den Armen angetriebenen Fahrrad. Es gibt zwei Arten dieser Bikes: Zum einen die sogenannten Adaptiv- oder Vorspannbikes, die vor den Rollstuhl montiert werden und zum anderen sportliche Rennbikes, die ein Sportgerät ohne Rollstuhl darstellen.

Der Handbikesport ist ein Teil des sog. Para-cycling, dem Oberbegriff für die paralympischen Raddisziplinen. Bei den paralympischen Sommerspielen 2004 in Athen wurden in dieser Disziplin zum ersten Mal Medaillen vergeben.

Para-cycling ist die drittgrösste paralympische Sportart und seit 2007 in den internationalen Radsportverband UCI und den nationalen Radsportverband Swiss Cycling integriert. Weltmeisterschaften finden seit 1994 statt, Weltcuprennen seit 2010.

Auch in der Schweiz gibt es eine aktive Handbikeszene. Die Rennen werden meist an validen Sportveranstaltungen, wie Radsportanlässen, Volksläufe etc. ausgeführt.

Einrad-Hockeyspieler, Foto: BASPO
Foto: BASPO

Gegenüber dem gewöhnlichen Fahrrad zeichnet sich das Einrad durch seine hohe Wendigkeit aus. Das Einrad kann auf engstem Raum gewendet werden, was es vielseitig einsetzbar macht.

Dies drückt sich in den verschiedenen Einraddisziplinen aus, die von Jung und Alt betrieben werden: Vom künstlerischen und artistischen Freestyle über Rennen und im Outdoor-Bereich, sowie Trial oder Downhill bis hin zum Hockey, lässt sich fast jede bekannte Radsportart auf das Einrad übertragen. So ergeben sich immer wieder spannende Möglichkeiten, das Einrad neu zu entdecken.

Radsport bei Jugend+Sport

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Alle Kinder und Jugendlichen zwischen 5 und 20 Jahren sind in J+S-Kursen und -Lagern willkommen.

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Im Radsport können Kurse und Lager für Kinder (5-10), für Jugendliche (10-20) sowie für gemischte Gruppen organisiert werden.

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Aus- und Weiterbildung

Die J+S-Ausbildung im Radsport führt vom J+S-Leiter über zwei Weiterbildungsstufen zum J+S-Experten.

Infos zur Aus- und Weiterbildung Radsport

Kursplan Radsport

Der J+S-Coach meldet die Kandidaten für die Aus- und Weiterbildungen in der Sportart Radsport an.

Kursplan

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Ausbildungsstrukturen und Leitfäden

Weitere Dokumente

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  • Kurzfassung
    22.05.2017 | PDF, 6 Seiten, 179 KB, Deutsch

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